Was sind eigentlich.. Springer oder Sprungkarten?

Egal wie lange du schon Karten legst – die Chancen stehen gut, dass auch dir immer wieder einzelne Karten aus dem Deck segeln. Das bedeutet nicht, dass du an deiner Mischtechnik feilen musst, sondern einfach nur, dass viele Tarotkarten recht groß sind und manche von uns (*hust*) Probleme haben, sie mit unseren kleinen Patschehändchen überhaupt richtig zu greifen. In meinem Fall kommt noch erschwerend hinzu, dass ich manchmal richtig slapstickartig tollpatschig bin.

Springer oder Sprungkarten sind also schlicht die Karten, die beim Mischen aus dem Deck fallen. Die Frage, wie man damit umgeht, hat mich besonders am Anfang sehr beschäftigt. Soll man sie einfach ignorieren und wieder ins Deck einsortieren? Oder soll man sie dagegen als besondere Nachricht deuten, als etwas, das heute ganz besonders deine Aufmerksamkeit erfordert? (Letzteres macht allerdings nur dann Sinn, wenn dir höchstens mal einzelne Karten aus dem Deck fliegen – wenn du regelmäßig den ganzen Stapel fallenlässt, würde ich das nicht mehr unbedingt als Spezialnachricht deuten 😉)

Wie gehst du also mit Sprungkarten um? Die Antwort ist wie fast immer: Es kommt darauf an. Und zwar darauf, was für dich am meisten Sinn ergibt. Denn du allein entscheidest, wie du vorgehen möchtest.

Die Lösung: Setze eine Intention

Und zwar solltest du vorher entscheiden, noch bevor du mit dem Mischen anfängst, wie du heute damit umgehen willst. Es hilft, vorher eine Intention zu setzen – ich sage mir vorher zum Beispiel laut oder im Kopf so etwas wie „Ich werde viermal mischen und einmal abheben, und Springer werde ich heute nicht lesen.“ Damit habe ich die Ansage gemacht, dass egal was aus dem Deck fällt, ich es nicht deute, dass es für mich jetzt keine Bedeutung hat.

Denn ohne Intention besteht die Gefahr, dass wir die Karten so deuten, wie es uns gerade in den Kram passt. Wenn „gute“ Karten fallen, lese ich sie mit – wenn dagegen welche fallen, die mir gerade nicht so passen, ignoriere ich sie lieber.

Ein Werkzeug ist aber nur so gut wie der, der damit arbeitet. Damit du dich auf deine Karten verlassen kannst, musst du dich auf sie einlassen. Indem du eine Intention setzt, ob du heute Springer liest oder nicht (denn das kannst du ja vor jedem Mischen neu entscheiden), legst du dich fest, das anzunehmen, was die Karten dir zeigen (oder eben auch nicht).

Schreib mir doch in den Kommentaren, ob du Sprungkarten liest oder nicht – ich freue mich auf deine Antwort!


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