Warum Journaling und Tarot so gut zusammenpassen

Hast du schon mal auf YouTube nach Tarot Journals gesucht? Kleiner Warnhinweis: Das solltest du nur machen, wenn du einen freien Nachmittag vor dir hast oder am besten noch ein freies Wochenende. Oder zwei Wochen Urlaub. Denn es gibt da so. viel. zu. entdecken. Die tollsten Journals kann man da finden, die – unabhängig vom Inhalt – einfach wunderschön anzuschauen sind. Klicke zum Beispiel mal auf Boho Tarot – ich garantiere dir, du machst heute nichts anderes mehr 😄

Aber: Nicht jeder hat so künstlerische Ambitionen wie Dawn Michelle, und das ist auch gar nicht nötig. Denn noch etwas, das ich dir garantieren kann: Ein Tarot Journal wird deine Praxis auf jeden Fall voranbringen, egal wie schick oder pragmatisch es ausfällt.

Der Unterschied zwischen einem LWB und einem Tarot Journal

Ein LWB, ein Little White Book, ist das kleine Begleitheftchen, das oft einem Tarotdeck beiliegt. Es enthält die Erläuterungen zu jeder Karte, wie sie sich der Künstler gedacht hat. Und hier habe ich dir erklärt, warum es sehr nützlich sein kann, ein eigenes LWB zu führen. Das LWB ist also die Sammlung aller Informationen, die du über jede Karte zusammengetragen hast.

Ein Tarot Journal ist dagegen erstmal ein Journal – und wie bei jedem Journal gilt: Es kann alles sein, was dir nützlich ist. Als Container für deine Gedanken, als Dokumentation deiner Legungen, zum Festhalten deiner Tageskarten, als Quelle für neue Journal-Prompts,… Kurzum: In dein Journal gehört alles, was dir wichtig erscheint.

Warum solltest du also ein Tarot Journal führen?

Ein Tarot Journal erlaubt dir, deine Gedanken festzuhalten und zu sortieren. Wenn du morgens eine Tageskarte ziehst, begegnen dir vielleicht im Lauf des Tages Erlebnisse, die zu dieser Energie passen – aber wenn man es sich nicht notiert, vergisst man es meistens eben doch (wenn es nicht ein sehr einschneidender Turm-Moment war natürlich). Aufschreiben hilft. Immer.

Auch wenn dir eine Karte gar nichts sagt und du wirklich keine Ahnung hast, wie sie in deinen heutigen Tag passen soll, kann es helfen, darüber zu schreiben. Während du noch „Hä? Keine Ahnung“ in dein Journal schreibst, kommt dir vielleicht eben doch der Gedanke, der plötzlich alles klar erscheinen lässt. Und auch wenn nicht, hast du immer noch eine Dokumentation deiner Gedankengänge, die dir bei einem späteren Durchblättern doch noch einen Aha!-Moment bescheren kann.

Und sobald du größere Legungen machst, empfiehlt es sich sowieso, diese niederzuschreiben. Am besten ganz klassisch mit Datum, für wen du die Karten gelegt hast, was die Frage war, vielleicht auch warum du dich für dieses oder jenes Legemuster entschieden hast. Und dann natürlich, welche Karten gefallen sind und auf welcher Position. Wenn du dann noch jeweils ein paar Stichworte zu den Karten notierst, kannst du später zurückblättern und sehen, wie sich die Situation entwickelt hat.

Ein Instrument der Selbsterkenntnis

Ansonsten eignet sich auch ein Tarot Journal natürlich sehr gut für „klassisches“ Journaling – vielleicht nimmst du dir eine Karte als Anker, um darüber zu schreiben. Vielleicht erschließen sich aus einer Legung neue Fragen, über die du schreiben kannst, um ihnen auf den Grund zu gehen. Tarot ist ein Instrument der Selbsterkenntnis, und genau das ist Journaling auch. Kein Wunder, dass die beiden sich so gut ergänzen.


Illustrations from the Universal Waite Tarot deck reproduced by permission of U.S. Games Systems, Inc., Stamford, CT 06902.  c. 1990 by U.S. Games Systems, Inc.  All rights reserved.  The Universal Waite Tarot deck is a registered trademark of U.S. Games Systems, Inc.

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