Ideen für dein Tarot-Journal

Zuletzt aktualisiert am 12. März 2022 von Steffi

Über Journaling allgemein habe ich hier ja schon ein paar Dinge erzählt, und hier habe ich darüber geschrieben, warum sich Journaling und Tarot so gut ergänzen. Vielleicht hast du ja jetzt Lust bekommen, dein eigenes Tarot-Journal zu starten. Wenn du aber noch gar nicht so genau weißt, wie, dann habe ich hier ein paar Vorschläge für dich:

  1. Schreibe auf, wem du bei Instagram oder YouTube folgst. Mache dir Notizen zu Inhalten, die du dir genauer anschauen willst, zu denen du mehr wissen möchtest oder die dich inspiriert haben. Und notiere dir auch diejenigen, denen wiederum deine Helden folgen. Die Chancen stehen gut, dass dort noch viel Inspiration und Wissen auf dich warten.
  2. Schreibe auf, welche Decks du besitzt – und welche du dir noch wünschst (damit bist du praktischerweise auch immer präpariert im Hinblick auf den Weihnachtswunschzettel oder wenn vor deinem Geburtstag jemand nach deinen Wünschen fragt 😊).
  3. Beantworte Fragen: Was fasziniert dich am Tarot? Warum möchtest du es lernen? Was fällt dir besonders leicht, wo tust du dich noch schwer? Und: Was hast du schon gelernt, seit du dich mit Tarot beschäftigst?
  4. Schreibe auf, was du über die Karten weißt. Ja, das kommt dem Little White Book, deinem Nachschlagewerk zu den einzelnen Karten, vielleicht schon recht nahe, aber in deinem Journal kannst du dich der Karte aus einem neuen Blickwinkel nähern. Oft sind die Bedeutungen, die wir in Tarot-Büchern oder -Kursen lernen, ähnlich, aber nicht identisch. Indem du in deinen eigenen Worten schreibst, was die Karte für dich ganz persönlich bedeutet, erweiterst du dein Repertoire an Interpretationen um deinen ganz eigenen Blickwinkel und findest deinen eigenen Stil.
  5. Vergleiche Karten miteinander – vielleicht alle Vieren in den Kleinen Arkana, vielleicht alle Pagen, vielleicht den Narren mit der Acht der Kelche. Was haben sie gemeinsam, worin bestehen die Unterschiede? Interessant kann zum Beispiel auch sein, Karten zu vergleichen, die sich nur in den Farben ähneln, auch wenn sie sonst scheinbar nichts gemein haben.
  6. Mache dir Notizen aus Büchern und Kursen. Ich persönlich kann gar nichts lernen, ohne mir Notizen zu machen, Wörter zu unterstreichen oder ganze Sätze zu markieren. Mir hilft es wahnsinnig, wenn ich meine Ideen aus einem Kurs festhalten und sie später nachlesen kann. Übrigens habe ich im Rahmen von Anna Koschinskis #28TageContent gerade eine tolle Einführung ins Thema Sketchnotes von Kati aka Sketchfrollein bekommen und will jetzt unbedingt üben, meine Notizen auf diese Weise festzuhalten 🖍
  7. Notiere deine eigenen Legungen: Welches Legesystem hast du benutzt, welche Karten sind gefallen? Haben sie dich überrascht, und wie hast du sie interpretiert? Wie hat das Legesystem für dich funktioniert, wirst du es noch einmal genau so verwenden, oder passt du es vielleicht beim nächsten Mal an?
  8. Schreibe auch die Legungen auf, die du für andere machst – wann und für wen hast du die Karten gelesen? Worum ging es, wie hast du die Frage formuliert, was haben die Karten geantwortet? Notiere dir hierzu auch das Feedback, das du im Anschluss von deiner Kundin bekommen hast.
  9. Und notiere dir auch die Legungen, die du bei anderen gebucht hast. Wer hat für dich die Karten gelegt, und was hat er oder sie dir gesagt? Hättest du die Karten selbst ähnlich interpretiert oder ganz anders?
  10. Und schreibe dir auf, welche anderen Disziplinen dich interessieren, und wozu du gerne mehr wissen möchtest. Vielleicht belegst du als nächstes einen Kurs in Astrologie oder Numerologie? Vielleicht interessierst du dich für die Einflüsse der Kabbala auf das Tarot? Oder möchtest du gerne lernen, Skat-Karten zu lesen? (Kleiner Spoiler: Ich möchte das alles lernen 😅)

Das ist natürlich nur die Spitze des Eisbergs – dein Tarot-Journal kann noch tausend Funktionen mehr haben. Aber vielleicht bringt dich das eine oder andere Beispiel auf eine Idee. Grundsätzlich lässt sich sagen: Das Journal soll dein Tarot-Wissen persönlicher machen, und es soll sowohl deine Praxis als auch deine Beziehung zu deinen Karten vertiefen.


Lisa Sterle: Modern Witch Tarot; Tarot von A. E. Waite: Mit freundlicher Genehmigung des Königsfurt-Urania Verlags, © Königsfurt-Urania Verlag, www.koenigsfurt-urania.com

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