Wie du dich mit einem neuen Tarot-Deck vertraut machen kannst

Mit neuen Decks verhält es sich so ähnlich wie mit neuen Notizbüchern: Wenn man sie aus der Verpackung nimmt, sind sie am schönsten. Sie beinhalten so viel Potential! Wobei – ein völlig neues Notizbuch kann einen ja auch ziemlich einschüchtern, findest du nicht? Weil man sich kaum traut, es mit seiner Sauklaue zu entweihen 😅 Und ganz ehrlich: Ein neues Deck lässt sich oftmals gar nicht so gut mischen – das dauert eine Weile. Also haben ein angefangenes Notizbuch und ein eingegroovtes Deck eigentlich doch auch so ihre Vorzüge 💕

Jedenfalls: Wenn du ein neues Deck in den Händen hältst, gratuliere ich dir erstmal – es geht doch nichts über ein paar tolle neue Karten, auf die du vielleicht lange gewartet hast. Ein neues Deck kennenzulernen, ist, wie einen neuen Dialekt zu lernen – man muss sich zuerst ein bisschen dran gewöhnen. Mit diesen Tipps ist das aber gar kein Problem:

Erste Schritte mit deinem neuen Deck

Wenn du die Karten aufmachst, schau am besten zuerst nach, ob das Deck komplett ist. Sind alle 22 Trümpfe vorhanden und auch die Hofkarten? Sind die Reihen der Elemente vollständig?

Und jetzt fängt der Spaß an – wichtig: Du kannst jeden dieser Schritte anwenden oder keinen. Es ist ganz dir überlassen, womit du dich wohlfühlst:

  • Blättere deine Karten durch und betrachte die Bilder, um ein Gefühl für die Sprache zu bekommen, die dein Deck spricht. Suche dazu auch deine Lieblingskarte aus und die, die dir am wenigsten gefällt. Selbst im perfektesten Deck gibt es eigentlich immer die eine oder andere Karte, die man absolut nicht mag. Vielleicht kannst du darüber journalen, was an diesen Karten dich so anzieht oder abstößt.
  • Vielleicht möchtest du räuchern, um das Deck energetisch zu reinigen. Du kannst dazu auch mit Kristallen arbeiten (ich kenne mich damit leider nicht so aus, aber auf YouTube kannst du dazu eine Menge Videos finden).
  • Wenn du in deiner Wohnung einen Altar hast, möchtest du dein neues Deck vielleicht ein paar Tage darauf legen, bis ihr euch sozusagen aneinander gewöhnt habt.
  • Eine Tarotkollegin von mir trägt ein neues Deck in ihrer Handtasche ein paar Tage oder Wochen lang mit sich herum. (Das hat natürlich auch den Vorteil, dass man jederzeit ein paar Karten ziehen kann, wenn es die Situation erfordert.)
  • Wenn du neugierig auf dein Deck bist, lege doch vielleicht auch einen Kennenlern- oder Interview-Spread. Dazu google mal „Deck Interview“, da findest du jede Menge Anregungen.
  • Allgemein empfehle ich, mit dem Lesen des beigelegten Heftchens noch zu warten, sondern zuerst deinen eigenen Eindruck zu gewinnen. (Ich muss allerdings auch gestehen, dass ich mich selbst praktisch nie daran halte – wenn ich eine Karte sehe, die mich sehr interessiert oder die mir auf den ersten Blick völlig unverständlich ist, spicke ich meistens schon mal rein 🙃)
  • Vielleicht möchtest du auch ein paar Probelegungen machen, um zu sehen, wie das Deck zu dir spricht und ob ihr auf einer Wellenlänge seid. Das sollte aber nicht sofort eine Riesenlegung sein, und am besten legst du auch nicht sofort für jemand anderen, sondern erstmal für dich selbst.

Ich wünsche dir viel Spaß mit deinen neuen Karten!


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