Wie du mit wenig Aufwand dein Little White Book aufsetzt

Das Little White Book ist das kleine Büchlein, das vielen Tarotdecks beiliegt und das die Bedeutungen der einzelnen Karten enthält. Aber wie ich hier erklärt habe, macht es durchaus Sinn, dass du dein eigenes LWB schreibst. Nicht nur, weil du schon beim Aufschreiben deine Gedanken sortierst und Wichtiges von Unwichtigem trennst, sondern auch, weil das, was wir mit der Hand schreiben, uns besser im Gedächtnis bleibt. Außerdem hast du am Ende ein Nachschlagewerk, das genau die Informationen enthält, die dir wichtig erscheinen.

Was du brauchst

  • Ein Notizbuch
  • oder einen Ordner mit losem Papier
  • oder einen schicken Filofax (gibt es auch in günstig)
  • Stifte, vielleicht Lineal oder Geodreieck
  • Je nachdem, wie künstlerisch ambitioniert du bist, vielleicht noch Washi Tape, Stempel, Sticker, Tinte in verschiedenen Farben, niedliche Post-Its etc.

Der Aufbau

Es empfiehlt sich eine grobe Einteilung in Große Arkana (22 Karten), Hofkarten (16 Karten) und Kleine Arkana (40 Karten). Wenn du in einem festen Notizbuch arbeitest, zählst du die Seiten am besten vorher ab. Beachte dabei, dass es bei den Großen Arkanen um große Lebensereignisse geht – plane hierfür also durchaus etwas mehr Platz ein als für die Alltagsereignisse der Kleinen Arkana.

Hofkarten und Kleine Arkana kannst du weiter unterteilen in jeweils vier Elemente: Feuer (Stäbe), Wasser (Kelche), Luft (Schwerter) und Erde (Münzen). Vorher überlegen solltest du dir hier ebenfalls, ob du die Hofkarten gesondert betrachten willst, oder ob sie die Reihen der Elemente nach der 10 fortführen sollen.

Ein paar Tipps

  • Angesichts des Potentials, sich zu verzählen oder sonstwie zu vertun, empfiehlt es sich wirklich, in einem Ringordner zu arbeiten (ich weiß, wovon ich spreche). Damit sparst du dir später viel Ärger (über dich selbst – ich weiß wirklich, wovon ich spreche 😅), wenn du mal eben noch eine weitere Seite bei der Hohepriesterin einfügen kannst, anstatt mit Querverweisen zu arbeiten, wie man sie aus dem Bullet Journaling kennt. Zum Beispiel findet man bei Søstrene Grene immer wieder günstige und hübsche Ordner.
  • Ein Ordner hat auch den Vorzug, dass man beliebig viele Ausdrucke, Kopien oder auch Klarsichthüllen einfügen kann, anstatt mit Tesa oder Klebstoff zu hantieren, wodurch das Notizbuch immer dicker wird.
  • Für mich ist außerdem ein Argument für das Ringbuch, dass ich bei einem Notizbuch oft die Angst davor entwickle, es überhaupt in Gebrauch zu nehmen: Ein neues Notizbuch anzufangen, kann mich vollständig lähmen, weil ich mich kaum überwinden kann, es mit meiner Handschrift zu entweihen. Bei einem Ordner kann ich dagegen im schlimmsten Fall eine Seite neu schreiben und einheften (ist bisher aber noch nicht vorgekommen).

Was sonst noch nützlich sein kann

  • Hübsche Trennblätter oder Register gibt es zum Beispiel bei etsy.
  • Und auch Dashboards, die sich perfekt mit Folienstiften beschreiben lassen oder auf denen man kleine Post-It-Stapel anbringen kann, um sie immer dabei zu haben.
  • Schick finde ich auch solche Lesezeichen zum Einheften.
  • Ein Drucker oder Scanner, um Fotos deiner Legungen auszudrucken und aufzubewahren.
  • Ein Ersatzdeck (viele gibt es zum Beispiel auch in der Größe von Skat-Karten oder sogar noch kleiner), um die Karten einzukleben. Alternativ kannst du die Karten natürlich auch einscannen und ausdrucken.

Wie du am besten vorgehst

Das ist ganz und gar dir überlassen. Vielleicht ziehst du jeden Tag eine Karte und hältst dann dazu fest, was du darüber gelesen hast: In dem kleinen LWB, das dem Deck beiliegt, in deiner Tarot-Bibliothek oder online. Auch solltest du deine eigenen Gedanken dazu notieren – alles was dir an Symbolik oder Farben auffällt, wie die Karte auf dich wirkt, welche Emotionen sie auslöst und so weiter. Irgendwann wirst du die meisten Karten durch haben, so dass du dann gezielt die Karten lernen kannst, die dir noch fehlen. Alternativ kannst du auch systematisch vorgehen und dir jeden Tag die jeweils nächste Karte vornehmen.

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